Oh weh – es gibt eine Kleiderordnung?!

Bevor jetzt Panik ausbricht, eins vorweg: Ja, es gibt traditionelle Square-Dance-Kleidung. Aber wenn du dich darin nicht wohlfühlst, musst du sie nicht tragen!

Es gibt nur ein paar wenige Dinge, die du wirklich beachten solltest, und die hat jeder von uns zu Hause im Schrank. Ansonsten gilt: Komm in dem zum Tanzen, in dem du dich am wohlsten fühlst.

Traditional Square Dance Kleidung bei Frauen

Wir beginnen von oben nach unten. Zum traditionellen Outfit gehört eine Bluse, gern mit Rüschen, auf jeden Fall mit Ärmeln. (Spaghettiträger-)Tops sind nicht so gern gesehen.

Dazu trägt die Frau einen Rock und darunter einen Petticoat, also einen Tüll-Unterrock, der den Rock schön weit abstehen lässt. Darunter kommen unbedingt Pettipants, eine kurze Hose mit Rüschen oder Spitze. Sie sind wichtig und nicht wegzudenken: Wenn man sich mit Schwung dreht, fliegen Petticoat und Rock nach oben, und die Pettipants sorgen dafür, dass dabei alles blickdicht bleibt.

Alternativ passt auch ein traditioneller, wadenlanger Square-Dance-Rock.

Bei den Schuhen gibt es keine speziellen Square-Dance-Schuhe. Bitte trag keine hohen oder spitzen Absätze: Wenn man jemandem damit auf den Fuß tritt, tut das richtig weh. Da wir uns viel bewegen, solltest du in deinen Schuhen außerdem einen festen Stand haben. Tanzschuhe sieht man hier häufig.

 Abwandlungen der traditional Square Dance Kleidung bei Frauen

Viele Frauen mögen keine Blusen mit Spitze oder Volants und greifen stattdessen zu einem normalen T-Shirt. Auch beim Petticoat gibt es verschiedene Stufen der Fluffigkeit, falls dir der normale zu voluminös ist. Du kannst auch einen Rock tragen, den du ohnehin im Schrank hast. Und wenn du dich in Rock oder Kleid gar nicht wohlfühlst, tun es auch Jeans und ein T-Shirt oder eine Bluse.

Also keine Angst: Probier einfach Dinge aus, dann findest du deinen eigenen Stil, in dem du dich wohlfühlst!

 

Traditional Square Dance Kleidung bei Männern

Bei den Herren ist es etwas einfacher: lange Jeans, Hemd und Bolotie. Das Hemd darf gern im Country-Stil sein, ist aber kein Muss.

Eine Bolotie ist eine Alternative zur Krawatte: ein Lederband, das durch ein verziertes Metallstück um den Hals gehalten wird. Statt der Bolotie werden auch gern Halstücher getragen, zum Teil passend zum Rock der Partnerin.

Auch Kragenecken sieht man oft. Das sind modische Accessoires, die man an den Hemdkragen steckt.

Praktisch ist außerdem der Handtuchhalter: Darin steckt ein kleines Handtuch. Damit wischt man sich beim Tanzen die schwitzigen Hände ab oder fährt sich mal übers Gesicht. Das ist völlig normal, und niemand wundert sich darüber.

Bei den Schuhen gehen Cowboystiefel, Sneaker, Tanzschuhe und Ähnliches.

Und auch hier gilt: alles kann, nichts muss. Ein bequemes Hemd und eine lange Hose reichen für den Anfang völlig aus. Ein kleines Handtuch kannst du gern einfach in die Hosentasche stecken.

Was du lieber nicht tragen solltest

  • Hohe oder spitze Absätze. Sie tun anderen weh, wenn man auf Füße tritt, und geben wenig Halt.
  • Tops mit Spaghettiträgern. Eine Bluse oder ein T-Shirt mit Ärmeln ist besser.
  • Schuhe ohne festen Stand, zum Beispiel Flip-Flops oder lose Sandalen. Beim Tanzen bewegst du dich viel.

Kleiner Hinweis zum Schluss: Alkohol vor oder während des Tanzens ist tabu. Gefeiert wird danach.